Ziele der IG

Die IG Freunde der NZZ ist der Ansicht, dass nur ein nachhaltig gesundes und gut geführtes "Unternehmen NZZ" langfristig den Zweck der Gesellschaft gemäss ihren Statuten erfüllen kann: nämlich eine "qualitativ hervorragende Zeitung" herauszugeben.

Die NZZ Gruppe soll eine noch besser geführte Unternehmung mit einem breiten, starkem und engagierten Aktionariat werden, welches die Institution NZZ als Publikation langfristig abstützt. Die Gruppe muss in Zukunft gleichzeitig erfolgreicher wirtschaften, damit sie die für Sicherung der Zukunft notwendigen Invesititionen tätigen kann.

Strukturelle und unternehmerische Mängel müssen deshalb dringend überdacht bzw. korrigiert werden:

Der Verwaltungsrat muss der Gesellschaft dienen und ist keine Gemeinschaft für politisch und gesellschaftlich gerne gesehene Persönlichkeiten. Die IG ist der Meinung, dass das Unternehmertum im heutigen Verwaltungsrat untervertreten ist.

Der Verwaltungsrat hat es versäumt, die zahlreichen (zum Teil sehr unbedeutenden) Übernahmen der letzten 10 Jahren so zu integrieren, dass die Strukturen sich vereinfachen und Synergien ausgenützt werden können. Es gibt unzählige Funktionen und Gesellschaften in der Gruppe, die unnötige Kosten generieren, die weder der Qualität der Medien noch dem unternehmerischen Erfolg der Gruppe etwas bringen.

Synergien innerhalb der Gruppe werden noch viel zu wenig genutzt, die IG begrüsst deshalb auch grundsätzlich die diesbezüglichen Bestrebungen, die unter der Leitung von CEO Albert P. Stäheli in Angriff genommen worden sind.

Die Zusammenarbeit zwischen der Institution NZZ-Zeitung und der unternehmerisch orientierten Freie Presse Holding (FPH) muss geregelt werden.

Im Bezug auf die NZZ-Aktie verfolgen wir folgende Ziele:

  • Mehr Unternehmertum im Verwaltungsrat

    Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre stellen die „Freunde der NZZ“ fest, dass ihren Anliegen vom Verwaltungsrat zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Wir setzen uns dafür ein, dass eine Mehrheit von unternehmerisch denkenden und handelnden Persönlichkeiten in den VR Einsitz nimmt.

  • Anpassung der Eintragungsbeschränkungen

    Die Eintragungsbeschränkungen für Aktionäre müssen überdacht werden. Es soll ein Eintragungsmodus gefunden werden, welcher ermöglicht, dass nicht stimmberechtigte Aktionäre entweder eingetragen (liberal denkenden Menschen) oder zumindest ihre Vermögensrechte (z.B. Dividende) wahren können. Wir erhoffen uns durch eine Öffnung des eingeschränkten Aktionärskreises eine breitere Abstützung des Unternehmens. Es muss gelingen, jüngere, unternehmerisch und liberal denkende Menschen als Aktionäre der NZZ Gruppe zu gewinnen, welche die Tradition des Blattes verantwortungsvoll weiter tragen. Die redaktionelle Unabhängigkeit soll auf jeden Fall gewahrt bleiben, deshalb soll eine Stimmrechtsbeschränkung beibehalten werden.

  • Operative Effizienz und Strukturen der NZZ Gruppe

    Das Ziel einer unabhängigen Zeitung kann nur mit einer sehr effizienten Struktur und einer ansprechenden Rentabilität erreicht werden. Die veraltete Struktur mit vielen unabhängigen Satelliten verunmöglicht der Gesellschaft, sich in einem stark wandelndem Markt anzupassen. Es ist die Aufgabe des Verwaltungsrates Klarheit bezüglich der weiteren Strategie zu schaffen.

Wir führen einen regelmässigen, offenen und konstruktiven Dialog mit dem Verwaltungsrat. Wir freuen uns über eine breite Unterstützung einer möglichst grossen Anzahl Aktionäre, damit unseren Anliegen das nötige Gehör verschaffen wird. Wir informieren regelmässig mit Newsletter über neue Entwicklungen. Haben Sie Vorschläge zu den obigen Punkten? Bitte teilen Sie uns ihre Meinung mit!

Info-Service

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