Newsletter


Newsletter vom 11. April 2016

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, geschätzte Freunde der NZZ

In einer Woche treffen wir uns zur Generalversammlung der NZZ Mediengruppe im Kongresshaus in Zürich. Wie immer freuen wir uns darauf. Der Anlass wird dieses Jahr in wesentlich ruhigerem Fahrwasser stattfinden als letztes Jahr. Dazu tragen das bessere Geschäftsergebnis, aber insbesondere auch die beigelegte Aufregung um die Chefredaktorennachfolge bei. Mit der internen Lösung hat die NZZ als Flaggschiff der Gruppe wieder an Format gewonnen.

Das Geschäftsergebnis fällt ambivalent aus: Das Betriebsergebnis hat sich mit CHF 21.5 Mio. auf tiefem Niveau stabilisiert (2014: 20.0 Mio., 2013: 30.0 Mio., 2012: 37.9 Mio., 2011: 52.4 Mio.). Die Kapitalkosten werden damit nicht verdient. Der Reingewinn liegt mit CHF 20 Mio. zwar wieder auf dem Niveau von 2013, allerdings stammt rund die Hälfte (einmalig) aus dem erfolgreichen Verkauf der Druckerei in Schlieren.

Trotzdem weckt das Ergebnis Hoffnung auf bessere Zeiten. Es wurden interessante Zukäufe getätigt und erneut viel in digitale Experimente investiert. Das Betriebsergebnis war gleichzeitig nochmals durch restrukturierungsbedingte Einmalaufwendungen belastet. Die sofortige Abschreibung des Goodwills bei den Akquisitionen hinterlässt auch Spuren im Ergebnis. Das Stammhaus NZZ produzierte einmal mehr rote Zahlen, aber dank des Basiseffektes aus der Schliessung der Druckerei und einem sich abflachenden Abwärtstrend bei den Auflagen und den Werbeeinnahmen besteht die berechtigte Hoffnung, dass 2016 profitabel wird. Die Regionalmedien entwickelten sich wie in den vergangen Jahren gut und sind ein wichtiger Ertragspfeiler der Gruppe. Auch das Konferenzgeschäft scheint seine Anschaffungskosten zu rechtfertigen.

Insgesamt sind wir der Meinung, dass die Gruppe mutig in die Zukunft investiert und dort spart, wo sparen sinnvoll ist. Die Dividende soll wieder auf CHF 200 (Total CHF 8 Mio.) erhöht werden. Das ist unseres Erachtens zwar unter den Möglichkeiten der Gruppe, wir sind aber zuversichtlich, dass sich der positive Trend fortsetzen wird.

Erfreulicherweise verbreitert sich das Aktionariat weiter. Auch wir tragen unseren Teil dazu bei. Aber auch der Verwaltungsrat und die Mitglieder der Geschäftsleitung haben ihren Aktienbesitz erhöht. Sie halten heute total rund 3% an der Gesellschaft (Ende 2014 knapp 2%). Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Gesellschaft mehr tun kann, um die Aktie der NZZ als "must-have" bei den vielen liberal und unternehmerisch denkenden Zürchern zu etablieren. Auch das sichert die langfristige Unabhängigkeit.

Einen Wermutstropfen stellt für uns weiterhin die Entschädigung der Unternehmensleitung in Relation zum Unternehmensergebnis dar. Mit einer Gesamtentschädigung von CHF 6.2 Mio. wird fast 30% des EBIT vergütet. Wir stellen aber fest, dass die Grösse der Unternehmensleitung erfreulicherweise von 11 auf 7 Mitglieder reduziert wurde und erwarten, dass dieses Verhältnis damit ab 2016 wieder ins Lot kommt.

Die Gesellschaft schlägt ferner die Wahl von zwei neuen Verwaltungsräten vor: Matthias Reinhardt ist CEO der VZ Gruppe und Professor Roland Siegwart Professor für Robotik. Sie lösen Karin Keller-Sutter und Franz Albers ab. Wir unterstützen die neuen Kandidaten, obschon der Verwaltungsrat weiss, dass wir die Zuwahl von Kandidaten begrüsst hätten, die einerseits offen unsere Anliegen unterstützen und andererseits über publizistische respektive Verlags-Erfahrung verfügen. Letzteres kann aber auch über andere Modelle sichergestellt werden.

Mit den besten Grüssen

Für die IG Freunde der NZZ

Oliver Benz, Erhard Lee, Edwin van der Geest


Newsletter vom 9. April 2015

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, geschätzte Freunde der NZZ

Wir freuen uns auf die Generalversammlung der NZZ am Samstag. Insbesondere hoffen wir auf eine sachliche, konstruktive Diskussion. Wir wollten diese Diskussion nicht in den Medien führen. Da von dritter Seite jedoch immer wieder Unwahres und Halbrichtiges über uns kolportiert wird, haben wir unsere Position in einem Interview mit "Persönlich" nochmals dargelegt.

http://www.persoenlich.com/news/medien/nzz-der-verwaltungsrat-soll-die-nomination-von-tobias-trevisan-und-gerhard-schwarz#.VSU5W_CAnk0

Unser wichtigstes Medium der Kommunikation mit Ihnen bleibt jedoch der Newsletter. Wenn Sie mehr wissen wollen, können Sie uns auch jederzeit via Email kontaktieren, um eine Besprechung zu vereinbaren.

Mit den besten Grüssen

Für die IG Freunde der NZZ

Oliver Benz, Erhard Lee, Edwin van der Geest


Newsletter vom 20. März 2015

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, geschätzte Freunde der NZZ

Als Aktionär erhalten Sie dieses Wochenende die Einladung zur Generalversammlung vom 11. April 2015. Wie Sie der Traktandenliste entnehmen werden, kommt die Frage der Amtsdauer des Verwaltungsrates zur Abstimmung und es sollen Vertrauenswahlen stattfinden.

Rund 30 Aktionäre, die zusammen 10% der Aktien der NZZ halten, haben ein Traktandierungs-begehren unterstützt, welches diese Punkte zur Diskussion bringt.

Worum geht es?

Der Verwaltungsrat der NZZ hat aufgrund der Ereignisse rund um den Posten des Chefredaktors einen Vertrauensverlust erlitten. Viele Aktionäre, Leser, Inserenten und auch die Mitarbeiter wurden verunsichert. Wir sind deshalb der Meinung, dass sich an der kommenden Generalversammlung jeder Verwaltungsrat der Vertrauensfrage - sprich der Bestätigungswahl - stellen muss, damit wieder Ruhe in die Gesellschaft einkehrt. Nur so kann der Verwaltungsrat die eingeschlagene Strategie mit dem nötigen Rückhalt umsetzen.

Gleichzeitig sind wir der Meinung, dass die Amtsdauer der Verwaltungsräte generell ein Jahr betragen sollte, denn gerade in der heutigen schnelllebigen, sich stark wandelnden Medienwelt muss auch die Zusammensetzung des Verwaltungsrates flexibel sein.

Der Verwaltungsrat der NZZ lehnt dieses Begehren leider (noch) ab und will an der vierjährigen Amtsdauer festhalten. Dabei ist die einjährige Amtsdauer heute nicht nur anerkannte Praxis bei allen börsenkotierten Unternehmen, sondern auch bei kleineren Gesellschaften, Ortsvereinen, Fussballclubs, Stiftungen, Pensionskassen usw. Warum soll das nicht auch für die NZZ gut sein?

Stimmen Sie ab!

Wir freuen uns, wenn die Aktionäre dieses Anliegen möglichst zahlreich unterstützen. Wird die Statutenänderung angenommen, gehen wir davon aus, dass sich anschliessend jedes Mitglied des Verwaltungsrates der Generalversammlung nochmals vorstellt und seine Wiederwahl beantragt.

Falls Sie selber nicht an der Generalversammlung teilnehmen können, vertreten wir gerne Ihre Stimmen. Senden Sie uns Ihre unterzeichnete Stimmkarte zu (IG Freunde der NZZ, c/o AMG Anlagen und Analysen AG, Postfach 780, 8024 Zürich) und wir stellen die Vertretung Ihrer Stimmen durch einen anderen Aktionär sicher. Jede Stimme zählt! Wenn Sie Fragen haben: Schicken Sie uns ein Email an kontakt@freunde-der-nzz.ch oder rufen Sie uns an:

Edwin van der Geest, 043 268 32 32 (G),
Oliver Benz, 044 224 42 42,
Erhard Lee, 044 211 71 71

IG Freunde der NZZ


P.S: Wir werden Sie wie üblich kurz vor der Generalversammlung via Newsletter über unsere Analyse des Geschäftsberichtes 2014 informieren.


17. Dezember 2014

Stellungnahme der IG Freunde der NZZ zum aktuellen Geschehen in der Mediengruppe

Geschätzte Mitaktionäre, geschätzte Interessenten und Medienschaffende

Die aktuellen Ereignisse im Hause NZZ zwingen uns dazu, zu bestimmten Punkten Stellung zu nehmen – einerseits zu den Absichten unserer Interessengemeinschaft, anderseits zu den aktuellen Vorgängen rund um die Chefredaktion der NZZ.

Die IG Freunde der NZZ wurde vor sieben Jahren von den drei unabhängigen, parteilosen Unternehmern Erhard Lee, Oliver Benz und Edwin van der Geest ins Leben gerufen. Sie sind alle seit über zehn Jahren Aktionäre der NZZ. Die drei verbindet die hohe Wertschätzung zu einem ganz besonderen Medium, welches sie seit ihrer Jugend darin unterstützt, ihre eigene Meinung zu relevanten politischen, wirtschaftlichen, regionalen und kulturellen Themen zu bilden. Dies durch die tägliche, qualitativ hochwertige journalistische Leistung einer Vielzahl von gesellschaftlich und wirtschaftlich liberal denkenden, engagierten Medienschaffenden.

Wir erhoben unsere Stimme, als die NZZ Gruppe vor zehn Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, die das Weiterbestehen der Zeitung mittelfristig gefährdeten. Wir setzten uns dafür ein, dass die Gruppe unter ökonomischen Gesichtspunkten geführt wird, um damit die Zukunft der NZZ nachhaltig zu sichern. Das bedingt eine gute Führung, sichergestellt durch unternehmerisch denkende, fähige Verwaltungsräte, die die Interessen des Aktionariats vertreten und die Statuten befolgen. Im Weiteren setzt sich die IG für operative Effizienz, klare Strukturen und professionelle Bewirtschaftung der Vermögenswerte der NZZ-Gruppe ein. Die IG unterstützt ausdrücklich die Stimmrechts-beschränkung auf 1% der Aktien und fordert, dass sich der Verwaltungsrat mehr für die Verjüngung und Verbreiterung des Aktionariates einsetzt. Eine adäquate Bewertung der NZZ-Gruppe und ein breites Aktionariat sind der beste Schutz gegen die Einflussnahme Einzelner und stellen damit die Unabhängigkeit der Gruppe sicher. Unsere Anliegen werden von sehr vielen Aktionären unterstützt.

Die Vertreter der IG pflegen zudem einen regelmässigen und konstruktiven Austausch mit den Organen der Gruppe, insbesondere mit dem Präsidenten des Verwaltungsrates. Die Wahl von Etienne Jornod zum VR-Präsidenten vor zwei Jahren hat uns zuversichtlich gestimmt. Aber nicht immer sind wir gleicher Meinung wie der Verwaltungsrat.

Leider versuchen bestimmte Interessengruppen immer wieder, uns in die Nähe der SVP zu rücken. Wir entgegnen dem jeweils, dass wir alle drei parteilos sind, uns nie politisch geäussert haben und bereits seit mehr als zehn Jahren die langfristige Unabhängigkeit des wichtigsten liberalen Mediums der Schweiz in den Mittelpunkt unserer Initiative gestellt haben. Ganz bewusst haben wir bisher nie zu publizistischen Themen Stellung bezogen. Das erachten wir als Aufgabe des Verwaltungsrates und der Redaktionen.

Die Informationen, die wir diese Tage vernommen haben, haben uns jedoch erschreckt. Es kann nicht sein, dass sich der Verwaltungsrat ernsthaft mit der Evaluation eines Nachfolgers von Chefredaktor Markus Spillmann beschäftigt, ohne sich mit dem Redaktionsstab des Hauses abzustimmen. Wir verstehen auch nicht, dass das neunköpfige Gremium einen Kandidaten in Erwägung ziehen konnte, der derart polarisiert wie der Chefredaktor der Basler Zeitung.

Die NZZ ist eine Zeitung, die liberal denkenden Menschen hilft, sich eine eigene Meinung zu bilden. Es ist kein Blatt, das einem sagt, wie man denken soll. Dafür gibt es andere Medien.

Wir hoffen, dass der Aufstand der Redaktion als gutes Zeichen dafür zu werten ist, dass die inneren Schutzmechanismen in der Gruppe wirken. Und wir hoffen auch, dass der Verwaltungsrat diesen Ausrutscher rasch korrigieren kann, um das verlorene Vertrauen gegen innen und gegen aussen zurück zu gewinnen.

Wir sind zuversichtlich, dass der Verwaltungsrat seine Lehren aus diesem Vorfall ziehen wird und zusammen mit der Geschäftsleitung die Herausforderungen der Fahrt in wirtschaftlich stürmischen Gewässern meistern wird!


Für die IG Freunde der NZZ

Erhard Lee, Oliver Benz, Edwin van der Geest


Newsletter vom 8. April 2014

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, geschätzte Interessenten der IG Freunde der NZZ

Am 26. April steht die nächste Generalversammlung der NZZ auf dem Programm. Gerne lassen wir Ihnen hiermit unseren Kommentar zum Geschäftsabschluss und den Traktanden zukommen

Kommentar zum Geschäftsergebnis
Die NZZ-Gruppe hat sich in einem sehr anspruchsvollen Umfeld, das geprägt ist von weiter sinkenden Erträgen im Printbereich und dem fundamentalen Wandel im Medienkonsum, über unseren Erwartungen gut geschlagen. Der erzielte Reingewinn von rund CHF 18 Mio. respektive rund 450 Franken pro Aktie liegt zwar 20% unter dem Vorjahr, beträgt aber immer noch beachtliche 5.2% des betrieblichen Gesamtertrags. Wir gratulieren zu dieser Leistung. Die gute wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist der beste Garant für die Unabhängigkeit der Institution NZZ.

Halbierung der Dividende ist ein falsches Signal
Den guten Leistungen des Managements und der Redaktionen stehen weiterhin Unklarheiten bezüglich Strategie und dem Einsatz der umfangreichen liquiden Mittel der NZZ Gruppe in Höhe von über 200 Millionen Franken gegenüber. Nach der Ankündigung, dass die Dividende von Fr. 200 auf Fr. 100 gekürzt werden soll, weil die Zeiten auf Sturm stünden und insbesondere in die redaktionelle Kompetenz investiert werden solle – verlor die NZZ-Aktie erneut das Vertrauen ihrer Aktionäre. Der Aktienkurs reduzierte sich innert Kürze um über 10%. Wir erachten die überproportionale Dividendenkürzung als ein falsches Signal gegenüber dem Aktionär. Sogar eine höhere Dividende (angesichts der hohen Barmittel, Wertschriften und Immobilienbestände der Gesellschaft) wäre problemlos vertretbar.

Einsatz der liquiden Mitteln
Bezüglich Einsatz der liquiden Mitteln sind wir beunruhigt. Seit Jahren verfügt die NZZ über substanzielle finanzielle Reserven und schiebt liquide Mittel und Wertschriften von CHF 215 Mio. vor sich her. Dies entspricht Fr. 5'375.- pro Aktie oder etwa gleichviel wie der heutige Kurs der Aktie! Ist das sinnvoll? Wofür sind diese hohen liquiden Mittel gedacht? Wäre es nicht besser, einen Teil als strategische Reserve zu halten und den Rest an den Aktionär auszuschütten? Das Risiko steigt, dass diese Mittel für überteuerte Akquisitionen verwendet werden könnten. Um dieses Risiko zu reduzieren, sind wir grundsätzlich der Meinung, dass Investitionen von über 50 Millionen Franken von der Generalversammlung abgesegnet werden sollten.

Konsultativabstimmung – Chance oder Farce?
Es ist erfreulich, dass an der Generalversammlung über die Zukunft der Vinkulierung und der Eintragungspraxis diskutiert werden soll, respektive eine Konsultativabstimmung stattfinden soll. Wir begrüssen die Diskussion zu diesem Thema und sind überzeugt, dass diese Frage zu einer angeregten Debatte führen wird. Allerdings wurden(Gross-)Aktionäre bereits im Vorfeld der Generalversammlung vom Verwaltungsrat gezielt und systematisch mit der Botschaft bearbeitet, dass nichts verändert werden solle… das wirft ein schiefes Licht auf die Ernsthaftigkeit dieses Traktandums. Auch die „Freunde der NZZ“ möchten an der Vinkulierung festhalten. Die Stimmrechte sollen weiterhin auf 1% pro Aktionär beschränkt bleiben, um die publizistische Unabhängigkeit der Gruppe zu wahren. Wir möchten erreichen, dass sich wie vor über 200 Jahren das (Zürcher) Unternehmertum im Aktionariat der NZZ zusammenfindet und hinter der Mediengruppe steht. Wir sind klar der Meinung, dass das Festhalten an der Parteibindung der falsche Weg ist. Viel wichtiger ist es, dass die Aktionäre liberale, unternehmerische Grundwerte leben. Diese sind heute nicht mehr nur in der FDP zu finden. Wir hatten dem Verwaltungsrat diesbezüglich in der Vergangenheit bereits mehrere Vorschläge zur Anpassung der Eintragungspraxis unterbreitet, die wir an der Generalversammlung konkret erläutern werden.

Aktionärsanlässe - der richtige Weg
Mit Freude haben wir die von uns angeregten, mit grossem Interesse besuchten Aktionärsanlässe besucht. Dass viele Aktionäre neben der Generalversammlung auch den direkten Austausch mit den Redaktoren schätzen, wurde damit bestätigt. Die Anlässe waren restlos ausgebucht und es gab sogar noch Wartelisten. Wir freuen uns bereits auf die nächsten Veranstaltungen! Die Zusammenarbeit mit den Aktionären sollte aber gerade in schwierigen Zeiten noch stärker intensiviert werden. Sie sind nicht nur Kapitalgeber und Leser sondern auch Multiplikatoren der NZZ-Botschaften und potentielle Kunden der NZZ-Gruppengesellschaften. Für die grösseren Aktionäre müssen zudem zusätzliche Anreize geschaffen werden, um sie für ihr Engagement zu belohnen.

Wahlen in den Verwaltungsrat
Vor vier Jahren wurde Carolina Müller-Möhl (mit unserer Unterstützung) in den Verwaltungsrat der NZZ gewählt. Ihr vor 14 Jahren verunglückter Ehemann Ernst Müller-Möhl war der Vordenker unserer Aktionärsbewegung. Der Verwaltungsrat hatte sie insbesondere dafür nominiert, die Anliegen der parteiunabhängigen Aktionäre zu vertreten. Frau Müller-Möhl hat uns leider schon vor einiger Zeit mitgeteilt, dass sie die essentiellen noch verbleibenden Anliegen der Freunde der NZZ nicht mehr zu vertreten gedenke, was wir sehr bedauern. Die Mehrheit der IG Freunde der NZZ unterstützt deshalb ihre Wiederwahl nicht mehr. Wir sind der Meinung, dass der Verwaltungsrat auch mit 8 Mitgliedern genügend gross dotiert ist, um kompetente Entscheide treffen zu können. Bezüglich Dominique von Matt möchten wir noch nicht viel sagen, da er erst seit einem Jahr in seiner Funktion wirkt. Wir schätzen jedoch seine Fachkompetenz hoch ein und unterstützen seine Wiederwahl.


In Vorfreude auf eine spannende Generalversammlung
IG Freunde der NZZ
kontakt@freunde-der-nzz.ch
www.freunde-der-nzz.ch


Newsletter vom 24. März 2013

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre und Interessierte

Am 13. April steht die nächste Generalversammlung der Neuen Zürcher Zeitung auf der Agenda. Es stehen wesentliche Erneuerungen im Verwaltungsrat bevor, wichtige Punkte aus unserer Sicht fehlen leider auch dieses Jahr auf der Traktandenliste.

Kommentar zum Geschäftsergebnis
Die NZZ Gruppe hat sich ergebnismässig in einem sehr anspruchsvollen Umfeld, das geprägt ist von einem fundamentalen Wandel im Medienkonsum, über unseren Erwartungen gut geschlagen. Wir sind darüber erfreut und gratulieren zu dieser Leistung. Die gute wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist der beste Garant für die Unabhängigkeit der Institution NZZ. Wir hoffen aber, dass die günstige finanzielle Lage nicht in Übermut mit gewagten akquisitorischen Abenteuern mündet, sondern dass die hohen Eigenmittel vom Verwaltungsrat entweder verantwortungsvoll eingesetzt oder an die Aktionäre zurückgeführt werden.

Gute Leistungen des NZZ-Managements, blockierter Verwaltungsrat
Den guten Leistungen des Managements und der Redaktionen stehen weiterhin Unklarheiten innerhalb des Verwaltungsrates bezüglich Strategie, Einsatz der umfangreichen Liquiden Mittel und Auswahl der zukünftigen Verwaltungsräte und Führungskräfte gegenüber. Nach dem durch externe Faktoren verursachten Rücktritt des Präsidenten anfangs 2012 hörten wir „aus dem Busch“ nur noch von Lähmung und Gerangel aus dem Gremium. Die wichtige Suche nach dem neuen CEO verlief bisher erfolglos, geeignete Kandidaten sagten ab. Auch im Bereich der Modernisierung der Gesellschaft in Bezug auf die längst fälligen Anpassungen der Eintragungspraxis und der Gewährung von Kapitalrechten an nicht eingetragene Aktionäre (Dividenden) hat sich erneut nichts getan. Hier sind wir besonders enttäuscht vom Wirken bzw. Nichtwirken der neueren Verwaltungsräte, welche uns Hoffnung auf Veränderung gegeben hatten.  

Verweigerung der Aufnahme von Aktionärsanträgen
Da der Verwaltungsrat und insbesondere der Verwaltungsratspräsident kein Gehör für unsere Anliegen zeigte, hat ein Aktionär (mit der Unterstützung von über 10% der stimmberechtigten Aktien) fristgerecht per Ende Februar zwei Geschäfte für die Generalversammlung 2013 zur Traktandierung eingereicht (Details siehe unten). Mit der Eingabe sollen die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und ihren Aktionären auf einen zeitgemässeren Stand gebracht werden. Der Verwaltungsrat hat sich jedoch zu unserem Erstaunen geweigert, diese Punkte auf die Traktandenliste zu nehmen. Wir behalten uns deshalb die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung vor, werden aber zunächst unmittelbar nach der Generalversammlung das Gespräch mit dem dann neugewählten Präsidenten des Verwaltungsrates suchen.

Remedur durch neue Verwaltungsräte?
Der Verwaltungsrat schlägt gleich vier neue Kandidaten zur Wahl vor. Wir begrüssen, dass Marketingknowhow in den Verwaltungsrat Einzug halten soll mit Isabelle Welton und Dominique von Matt. Auch die Nominierung von Etienne Jornod als zukünftigen Präsidenten ist unseres Erachtens eine gute Wahl. Sein Leistungsausweis bei Galenica ist eindrucksvoll und wir sind überzeugt, dass er bei der NZZ Gruppe viel bewegen kann. Mit Christoph Schmid werden wir uns vor der Generalversammlung noch austauschen. Welche Rolle der externe Anwalt der NZZ innerhalb des Verwaltungsrates einnehmen soll ist uns noch unklar. Wir hatten unsererseits angeregt, eine Nominierung von Avenir-Suisse Geschäftsführer Gerhard Schwarz als liberalen Denker und von Urs Ledermann als versierten Immobilienfachmann zu prüfen. Trotz gegenteiligem Versprechen von VR-Präsident Franz Steinegger wurden diese beiden Persönlichkeiten jedoch nicht einmal kontaktiert.

Wir bleiben dran!
Für die IG Freunde der NZZ

Erhard Lee, Oliver Benz, Edwin van der Geest

Anhang

Die abgelehnten Traktanden
Mit einem Aktionärsvorzugsprogramm soll die Gesellschaft wieder stärker mit ihren Aktionären in Interaktion treten. Die Gesellschaft erhält damit einerseits die Möglichkeit, ihre Aktionärsbasis zu stärken und zu verbreitern, da es für den Aktionär weitere Vorzüge geben wird, als nur einmal jährlich an der GV geduldet zu sein, und andererseits kann die Gesellschaft auch das Potenzial ihrer Aktionäre als Kunden besser angehen. Wir sehen vielfältige Möglichkeiten für ein solches Programm und überlassen die Umsetzung im Detail bewusst der NZZ-Führung.

  1. Traktandum: Einführung eines Aktionärsvorzugsprogrammes
    Antrag: Es sei von der Gesellschaft ein Programm mit speziellen Angeboten für Aktionäre wie Einladungen zu Veranstaltungen, Anlässen und Roundtables, Verbilligung der Teilnahme an Konferenzen und weiteren Vorzugsangeboten einzuführen. Das Angebot soll abhängig von der Anzahl der gehaltenen Aktien ausgestaltet werden.

Die Eintragungspraxis ist schon seit langem reformbedürftig, denn sie ist immer noch zu einseitig auf die Partei des Freisinns ausgerichtet und verletzt zudem grundsätzliche Aktionärsrechte. Es muss sogar davon ausgegangen werden, dass die heutige Art und Weise das Aktienregister zu führen gesetzeswidrig ist. Mit der milden Reform gewinnt die NZZ bei ihren Aktionären wieder an Glaubwürdigkeit. Die für die Unabhängigkeit wichtige Beschränkung der Stimmkraft auf ein Prozent bliebe erhalten.

  1. Traktandum: Änderung der Eintragungspraxis
    Antrag: Es sei die Eintragungspraxis für Aktionäre ins Aktienregister zeitgemässer auszugestalten. Ziel ist es, dazu beizutragen, dass das Aktienregister der Gesellschaft zukünftig korrekt geführt und die Dividende allen berechtigten Aktionären ausbezahlt werden kann. Es seien die Bedingungen dahingehend zu modifizieren, dass die Delegation des Stimmrechtes der nicht von Privaten gehaltenen Aktien an wirtschaftlich berechtigte Privatpersonen der haltenden Institution möglich ist und damit die Eintragung der Institution als Eigentümerin mit delegiertem Stimmrecht im Aktienregister erfolgen kann. An der Beschränkung auf 1% der Aktien soll festgehalten werden. Des weiteren soll die Vinkulierung den heutigen Gegebenheiten insofern angepasst werden, als Aktionäre zur Eintragung qualifizieren, wenn sie (unabhängig von einer Parteizugehörigkeit) eine liberale und unternehmerische Gesinnung bestätigen.

Newsletter vom 9. April 2012

Geschätzte Freunde der NZZ und Interessierte

Am nächsten Samstag den 14. April findet die Generalversammlung der NZZ statt – Zeit für uns, um aus Sicht der engagierten Aktionäre auf das im vergangenen Jahr Erreichte und Nichterreichte zurückzuschauen.

Gutes Geschäftsergebnis schafft Luft

Trotz eines anspruchsvollen Marktumfeldes gelang es der NZZ im 2011 ein gutes Ergebnis zu erzielen. Damit ist vorläufig sichergestellt, dass die Gruppe „genug Blut und Luft“ hat, um die bevorstehenden Aufgaben in den nächsten Jahren bewältigen zu können. Das wird nicht einfacher werden: Die Werbeausgaben sind rückläufig, das Produkt „gedruckte Zeitung im Briefkasten“ verliert immer mehr Anhänger und noch können die Konzepte und Angebote im Online-Geschäft den Wegfall der alten Ertragsquellen bei weitem nicht kompensieren. Wir haben aber das Gefühl, dass diese Themen sowohl im Verwaltungsrat als auch in der Gruppenleitung engagiert angepackt werden.

Wir freuen uns auch sehr, dass unter der Führung von CEO Polo Stäheli - trotz anfänglich grosser innerer Widerstände - mit rigorosen Sparmassnahmen die Effizienz gestiegen ist. Damit wurde eine neue Basis in Bezug auf die Profitabilität und damit für die Sicherung der Zukunft gelegt. Diese erlaubt es, dass seit Mitte 2011 erfreulicherweise auch wieder in den Ausbau, insbesondere der Wirtschaftsredaktion, investiert werden kann.

Aktionärs-Potenzial wird weiterhin nicht genutzt

Während die ersten beiden Zielbereiche der IG Freunde der NZZ, „Unternehmertum im Verwaltungsrat“ und „Profitabilität zur Sicherung der Zukunft“ verbessert werden konnten, wurde in Bezug auf unser drittes Ziel, „die Verbreiterung und Verjüngung des Aktionariats sowie die Hebung des damit verbundenen Potenzials“, zu wenig Fortschritt erzielt.

An der Generalversammlung vor einem Jahr wurde mittels 1:10 Aktiensplitt (die Annahme ist lediglich mit 55% JA-Stimmen erfolgt!) zwar eine erste Basis für die Verbreiterung des Aktionariates gelegt, aber das war es dann auch. Insgesamt stieg die Anzahl der Aktionäre 2011 zwar von 1'496 auf 1'775, doch dies insbesondere durch die Aufteilung der gesplittenen Aktien im Familienkreis und nicht durch aktives Zutun des Verwaltungsrates und der Gesellschaft. Im Gegenteil: Der Split hat einige Aktionäre und sogar (Ex-?)Verwaltungsräte dazu bewogen, Aktien zu verkaufen (genauso wie der Spezialfonds der NZZ). Immerhin hat die Geschäftsleitung erfreulicherweise einzelne Aktien dazugekauft (Detailangaben dazu im Geschäftsbericht und in der Sektion „über die NZZ Aktie“ auf www.freundedernzz.ch).

Es ist uns unverständlich, dass zahlreiche von uns vorgebrachte Ideen zur Förderung des Aktionärsstatus nicht aufgegriffen werden. Das gleiche gilt im Bezug auf innovative Massnahmen zur Aktionärspflege. Der Verwaltungsrat übersieht, dass bestehende und neue Aktionäre auch potentielle Multiplikatoren der NZZ-Botschaften oder sogar Werbekunden sein können. Oder macht sich der Verwaltungsrat etwa vor allem Sorgen darüber, dass die Plätze (insbesondere für Gäste) im Zürcher Kongresshaus beschränkt sind? Wir hoffen, dass diesbezüglich bald ein Umdenken einzieht.

Keine Fortschritte sind auch in Bezug auf die Kapitalrechte der nicht genehmen Aktionäre zu verzeichnen: Diese erhalten weiterhin keine Dividende. Die archaische Eintragungspraxis könnte mit dem steten Schwund der Spezies „FDP-Wähler“ zum Aussterben der „genehmen“ NZZ-Aktionäre führen. Wir sind gespannt, wann die Verantwortlichen in die Realität ankommen werden. Die IG Freunde der NZZ sieht die NZZ als das unabhängige Organ für Wirtschaft und Unternehmertum und ist der Meinung, dass deren Exponenten auch ein Platz im Aktionariat offen stehen sollte.

Wahlen in den Verwaltungsrat

Die IG Freunde der NZZ empfiehlt Zustimmung zu den Anträgen des Verwaltungsrates für die Wiederwahl von Franz Albers und Joachim Schoss.

Wir unterstützen auch die Zuwahl von Frau Karin Keller-Sutter im Hinblick auf das Ausscheiden von Franz Steinegger mit dem Erreichen der Altersgrenze 2013. Frau Keller-Sutter verfügt über eine langjährige politische Erfahrung und übt ihre Mandate erfolgreich aus. Sie bekennt sich klar zum liberalen Gedankengut und ist eine der profiliertesten Politikerinnen der FDP. Uns fehlt zwar das "unternehmerische" Element bei Frau Keller-Sutter, doch die erreichten politischen Erfolge wie "Mehr Sicherheit und weniger Gewalt" sind überzeugend.

Wir werden uns weiterhin für die Zuwahl neuer geeigneter Kandidaten für den Verwaltungsrat engagieren. Für uns stehen jetzt neue Köpfe mit publizistischer Erfahrung, liberaler Gesinnung und Mut, für eine eigene Meinung einzustehen, im Vordergrund.

Mit den besten Grüssen
Für die IG Freunde der NZZ
Erhard Lee, Oliver Benz, Edwin van der Geest


Newsletter zur Generalversammlung vom 9. April 2011

Liebe Freunde der NZZ

Am nächsten Samstag ist es wieder soweit - wir treffen uns im Kongresshaus zur Generalversammlung. Wohl zum letzten Mal im "üblichen Rahmen", denn der Veränderungsprozess, der mit dem vorgeschlagenen Aktiensplit jetzt auch beim Aktionariat der Gruppe eingeleitet wird, wird nachhaltig sein. Wie wir aus dem Hause NZZ hören, planen in Zukunft auch Redaktoren und Mitarbeiter zu Mitbesitzern ihres Arbeitgebers zu werden – das ist ein gutes Zeichen.

Doch blicken wir kurz auf das vergangene Geschäftsjahr zurück:

Unser Glückwunsch zum sehr positiven Abschluss 2010. Der Gewinn von fast CHF 7'000 pro Aktie und die ausgewiesenen Eigenmittel von Fr. 88'000 pro Aktie dürfen sich sehen lassen. Die Massnahmen haben offensichtlich voll gegriffen. Besonders beeindruckend ist der um 10,7% gesunkene Materialaufwand. Und auch sonst konnte an vielen Orten markant gespart werden. Das zeigt doch, wie wichtig es war, eine professionelle Führungs-Equipe zu engagieren. Wir sind überzeugt, dass auch im 2011 weitere deutliche Verbesserungen registriert werden können.

Wir begrüssen es speziell, dass alle Geschäftsaktivitäten nochmals generell überprüft werden und sind sehr gespannt auf die Erkenntnisse. Wir orten weiteres massgebliches Potenzial zur Effizienzsteigerung im Bereich Druckerei, bei der Bewirtschaftung der Immobilien sowie in der weiteren Optimierung der Gruppenstrukturen. So wäre es sicher gut investiertes Geld, wenn die fehlenden 25% an der Freie Presse Holding erworben werden könnten.

Wir möchten auch die Qualität unserer täglichen "Kost" loben. Die neue Gestaltung und Gliederung hat sich aus Sicht der Freunde der NZZ sehr bewährt. Auch die iPad-Lösung der NZZ ist ein Vorreiter der Branche.

Zu den Anträgen des Verwaltungsrates

Die Freunde der NZZ empfehlen die Zustimmung zu den Anträgen des Verwaltungsrates, mit einer Ausnahme, wo wir uns einer Empfehlung enthalten: die Wiederwahl von Verwaltungsrat Franz Steinegger. Wir sind der Meinung, dass der Verwaltungsrat in den letzten Jahren sehr umsichtig neu besetzt und verjüngt worden ist. Unternehmertum und Wirtschaftskompetenz sind wieder klar in der Mehrzahl und wie uns berichtet wird, wird im Verwaltungsrat intensiv gearbeitet. Da sieht es etwas eigenartig aus, wenn ein VR (Jg. 1943) sich knapp vor Erreichen der Altersgrenze nochmals zur Wahl (für eine verkürzte Amtsdauer) stellt. Wir verstehen diesen Entschluss zwar als Massnahme im Sinne der Wahrung der Kontinuität, bringen dafür aber trotzdem wenig Verständnis auf. Wir wünschen uns, dass der Verwaltungsrat die Planung der Nachfolge zügig an die Hand nimmt und frei werdende Sitze vorzugsweise mit publizistischer Kompetenz füllt. (Wir haben bereits in unserem letzten Bericht entsprechende Vorschläge gemacht).

Noch ein Kommentar zum vorgeschlagenen Aktiensplit: Wir betrachten diesen als sehr positiven Schritt. Ob ein Split durch 4 oder 5 (statt durch 10) nicht auch reichen würde, darüber lässt sich streiten. Entscheidend ist, dass sich der Verwaltungsrat Gedanken darüber gemacht hat, wer denn zur Erweiterung der Aktionärsbasis als "Jungaktionär" neu gewonnen werden soll. Denn es wird am zukünftigen Aktionariat liegen, ob die Unabhängigkeit der NZZ auch langfristig gesichert werden kann. So gesehen scheint es richtig, dass die Eintragungslimite beibehalten wird. Doch sollte in der Auswahl der "genehmen" Aktionäre etwas mehr Weitblick Einzug halten und insbesondere dürfen die Vermögensrechte nicht mehr mit den Füssen getreten werden.

Die Rolle der Freunde der NZZ

Die Ziele, welche die Freunde der NZZ verfolgt haben, wurden inzwischen weitgehend erreicht. Wir werden deshalb in Zukunft etwas "ruhiger" sein, die NZZ Gruppe aber nach wie vor aufmerksam beobachten und begleiten. Wir halten unsere Website aktualisiert und stehen natürlich auch weiterhin für Ihre Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen
Für die IG Freunde der NZZ

Erhard Lee, Oliver Benz, Edwin van der Geest


Newsletter vom 11. Dezember 2010

Geschätzte Freunde der NZZ

Der vorzeitige Rücktritt von VR-Präsident Prof. Dr. C. Meyer mag viele überrascht haben – er ist aber auch ein logischer Schritt nach einer sehr anspruchsvollen Führungszeit. Professor Meyer hat in den letzten zwei Jahren in zu verdankender Weise viele Weichen zur Sicherung der Zukunft der NZZ gestellt und die notwendige Umsetzung eingeleitet. Nun liegt es an den "Neuen" im Verwaltungsrat und in der Geschäftleitung, diesen Weg erfolgreich fortzusetzen. Wir möchten ausdrücklich festhalten, dass der Dialog mit dem bisherigen VR-Präsidenten uns immer sehr wichtig war. Die zunehmend offene Diskussionskultur schaffte eine Verständigungsbasis, welche unseren Anliegen und dem Wohl der Gesellschaft dienlich ist. Wir würden uns freuen, den Austausch mit dem designierten neuen Präsidenten Konrad Hummler auf dieser Basis fortführen zu können.

Die IG Freunde der NZZ freut sich insbesondere, dass zentrale Anliegen (mehr Unternehmertum im Verwaltungsrat, Loslösung vom Parteieinfluss, verbesserte operative Effizienz sowie Rückkehr zur Profitabilität und damit Sicherung der Unabhängigkeit) inzwischen weitgehend umgesetzt worden sind. Wir gehen zudem davon aus, dass auch zum Thema Eintragungspraxis noch vor der nächsten Generalversammlung Lösungsvorschläge vorgestellt werden, die der NZZ-Gruppe in Zukunft eine wohltuende Verbreiterung und Verjüngung der Aktionärsbasis ermöglichen.

Während der Verwaltungsrat heute wieder mehrheitlich unternehmerische Charaktere aufweist (unser oberstes Anliegen) und die operative Führung unter der Leitung von Herrn Albert Stäheli inzwischen grosse Fortschritte in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe erzielt hat (ein Muss für jedes Unternehmen, das seine Zukunft selbständig gestalten will), muss die NZZ-Gruppe jetzt auch für Aktionäre wieder attraktiver werden, d.h. für alle liberal denkenden Schweizer Bürger, denen der Beitrag zur Zukunft der Institution NZZ am Herzen liegt.

Die IG Freunde der NZZ vertritt explizit keine publizistischen Anliegen. Zur Sicherstellung der überlebenswichtigen hohen Qualität des Flaggschiffs NZZ sind wir aber der Meinung, dass die jetzt entstehenden Neubesetzungen im Verwaltungsrat mit Köpfen besetzt werden sollten, die prädestiniert sind, zur Güte des Produktes beizutragen. Wir würden uns freuen, wenn hierfür geeignete Persönlichkeiten mit publizistischer Erfahrung und liberaler Gesinnung wie beispielsweise der langjährige Leiter der Wirtschaftsredaktion der NZZ und heutige Direktor von Avenir Suisse, Herr Gerhard Schwarz, die wirtschaftliche Vordenkerin Professorin Dr. Beatrice Weder di Mauro oder ein Publizist mit dem Format eines Beat Kappeler zur Wahl vorgeschlagen würden. Wir warten gespannt auf die Anträge des Verwaltungsrates an die Generalversammlung vom Samstag 9. April 2011.

Mit den besten Grüssen
Ihre IG Freunde der NZZ

Erhard Lee, Oliver Benz, Edwin van der Geest


Newsletter vom 13. April 2010

Geschätzte Freunde der NZZ, geschätzte Interessenten

Nur noch 4 Tage bis zur nächsten Generalversammlung der NZZ… Wir freuen uns darauf – wie immer. Zu zwei Traktanden wollen wir in diesem Newsletter im Vorfeld der GV Stellung nehmen: Zum Geschäftsbericht und zu den vorgesehenen Veränderungen im Verwaltungsrat. Schliesslich stellen wir nochmals klar, um was es uns beim Thema „Anpassungen bei Vinkulierung und Stimmrechtsbeschränkungen“ geht.

Kommentar zum Geschäftsbericht 2009

Das Ergebnis der NZZ-Gruppe ist wie erwartet schlecht ausgefallen. Der ausgewiesene Verlust konnte nur dank dem ausgezeichneten Abschneiden der Regionalmedien im Rahmen gehalten werden. Insbesondere Luzern und St. Gallen (aber auch die NZZ am Sonntag!) haben der Krise hervorragend getrotzt und demonstriert, wie man es richtig macht. Der relativ kleine Gruppenverlust täuscht aber darüber hinweg, dass auf dem Eigenkapital ein Verlust von sage und schreibe 40 Mio. Franken verbucht werden musste! Dieser wird nicht im Detail erläutert, ist aber erschreckend hoch. Es bleibt zu hoffen, dass es sich um die abgeschlossene Bereinigung von Altlasten im Beteiligungsdschungel handelt. Für 2010 wird ein weiterer Rückgang im Inserategeschäft erwartet. Dieser Einnahmeschwund ist nicht nur konjunkturbedingt, sondern auch mit dem langfristigen Trend zu erklären (Grafik im GB Seite 6). Das beunruhigt schon und macht den fundamentalen Umbau des Geschäfts unumgänglich. Bedenklich ist für uns nach wie vor der geringe Ertrag aus den Liegenschaften von nur 0,6 Mio Fr., womit nach Aufwand aus einem doch beträchtlichen Immobilienpark (auch wenn ein Grossteil operativ genutzt wird) ein Nullresultat erzielt wird. Unser Vorschlag, einen Immobilienfachmann in den Verwaltungsrat zu beordern, hat daher wahrlich seine Berechtigung. Erwähnt werden soll, dass sich trotz des schlechten Abschneidens der Verwaltungsrat wiederum die erhöhten Bezüge vom vorherigen Geschäftsjahr gegönnt hat und dass die Aufwendungen für die Führungsleute von 2 auf 3 Mio. Fr. gestiegen sind. Erfreulich ist, dass die Aktivitäten mit dem Ziel einer verbesserten Wirtschaftlichkeit auf Hochtouren laufen. Unter anderem das Projekt „Avanti“, welches offensichtlich in die von uns geforderte Richtung steuert, so dass zukünftig Synergiemöglichkeiten in der ganzen Gruppe gezielt genutzt werden können. Aufgefallen und positiv zu vermerken ist die forcierte Bereinigung im Konsolidierungskreis (GB Seite 57), welche sich offensichtlich auch im 2010 fortsetzt. Erfreulich ist die gewichtige Aufstockung der LZ-Medien-Beteiligung auf 80%. Damit sichert man sich einen höheren Gewinnbeitrag dieser gut geführten Unternehmung für die Zukunft.

N.B. Dass die NZZ auch immaterielle Anlagen brandversichert, nehmen wir mit einem Schmunzeln zur Kenntnis……

Neue Verwaltungsräte

Mit den drei vorgeschlagenen Kandidaten für den Verwaltungsrat wird das oberste Führungsorgan einen grossen Schritt nach vorne machen. Unternehmerische Führungskompetenz, visionäres Denken und die Stimme des Aktionärs sollen Einzug in das Gremium der NZZ Gruppe erhalten. Das war vor wenigen Jahren noch undenkbar - und wurde auch höchste Zeit. Vertreter der IG Freunde der NZZ konnten sich in den letzten Wochen mit den drei Kandidaten treffen. Dabei konnten wir uns sowohl ein Bild der Persönlichkeiten und ihrer Kompetenzen machen als auch im Detail unsere Besorgnis über der Entwicklungen innerhalb der NZZ Gruppe und unsere Anliegen diskutieren. Die dem IG-Komitee nahestehende Carolina Müller-Möhl bekannte sich klar dazu, als designierte Vertreterin der Aktionäre für die Ziele der IG Freunde der NZZ im Verwaltungsrat einzustehen. Jens Alder wird seine Konzernführungskompetenz als Sparringpartner der Geschäftsleitung ___ einbringen. Damit wird sichergestellt, dass die Gruppe endlich systematisch ihre Synergien nutzen wird, ohne dabei allerdings „das Kind mit dem Bad auszuschütten“ sprich die redaktionelle Kompetenz der Flaggschiffe zu gefährden. Und Joachim Schoss wird zweifelsohne seine visionäre Kompetenz im Bereich neuer Technologien und Medien einbringen und damit dazu bei_tragen, dass sich die Gruppe auch für die übernächsten Jahre und Dekaden richtig positionieren kann.

Zusammengefasst: Grundsätzlich wird dieser „Move“ als wegweisend beurteilt, weil er die Arbeitsweise im NZZ-Verwaltungsrat nachhaltig verändern wird. Wir hätten unsererseits gerne noch Immobilien-Know-how im VR vertreten gesehen, um damit sicherzustellen, dass das Tafelsilber der NZZ nicht verscherbelt sondern richtig bewirtschaftet wird und damit zu einer Glättung der Werbeeinnahmenvolatilität beiträgt. Der NZZ Verwaltungsrat hat uns jedoch versichert, dass die „Verkaufs-Aktion“ im letzten Herbst ohne ihr Wissen stattfand bzw. nur ein „Bewertungstest“ war, sofort gestoppt wurde und sich nicht wiederholen wird.

Vinkulierung / Stimmrechtsbeschränkungen

Die IG Freunde der NZZ ist immer wieder erstaunt, welche abstrusen Gerüchte im Umlauf sind bzw. gezielt in Umlauf gebracht werden bezüglich der „versteckten“ Absichten der „Freunde der NZZ“. Sie reichen von „Aushöhlen der Gruppe“, „Verscherbeln der Immobilien“ bis zu „Übernahme der NZZ durch die SVP und nachfolgende Installation von Roger Köppel als Chefredaktor“. Wir schmunzeln darüber und möchten hierzu nur festhalten, dass die Aktionäre, die hinter der IG Freunde der NZZ stehen, äusserst heterogen sind und nur durch ihre Sorge um die Zukunft der Gruppe verbunden sind. Wir wünschen uns ein breites Aktionariat, das sich aus liberal und unternehmerisch denkenden Aktionären zusammensetzt und nicht abhängig von einer einzigen Partei ist. Solche Leute waren vor hundert Jahren wohl aussschliesslich in der FDP anzutreffen, heute findet man sie aber in allen Parteien, die meisten sind sogar ganz ohne Parteibuch. Eine Aufhebung dieser Eintragungseinschränkung dient der Unabhängigkeit der NZZ Gruppe. Die Limitierung auf 1% der Stimmen zur Sicherung der redaktionellen Freiheit darf ruhig beibehalten werden. Die drei Initianten der IG Freunde der NZZ sind im Übrigen selber alle Unternehmer, parteilos und finanziell und wirtschaftlich unabhängig.

Mit den besten Grüssen
Ihre IG Freunde der NZZ

Newsletter vom 22. März 2010

Liebe Freunde der NZZ

Die NZZ-Mediengruppe hat am vergangenen Wochenende die Resultate des zurückliegenden Jahres in groben Zügen veröffentlicht. Leider fehlen uns bisher die Details, um eine genauere Beurteilung vornehmen zu können. Wir werden dies nachholen, sobald uns der Geschäftsbericht vorliegt. Immerhin erscheint offensichtlich, dass die regionalen Medien in St. Gallen und in Luzern auch im schwierigen Umfeld erstaunlich erfolgreich operiert haben. Zieht man diese positiven Abschlüsse in Betracht und berücksichtigt man die nicht operativen Einnahmen aus den Immobilien, so stellen wir fest, dass das NZZ Stammhaus nicht profitabel gearbeitet und wohl um die 20 Millionen Franken Verlust erwirtschaftet hat.

Das ist nicht nur marktbedingt zu erklären sondern auch das Resultat fehlender operativer Effizienz. Es fehlen noch immer die Synergieneffekte in der Logistik und in der Administration der Gruppe. Zum Beispiel durch die Integration und Vereinheitlichung der verschiedenen Backoffice-Systeme, die zu nachhaltigen jährlichen Einsparungen in Millionenhöhe (wie der Tamedia-Konzern bereits bewiesen hat) führen sollten. Wir haben die Hoffnung, dass die Berufung von Tamedia-Mann Urs Schweizer in die NZZ Gruppenleitung für Besserung sorgen wird. Wir wünschen uns auch hier eine offene und ehrliche Berichterstattung.

Mit Freude stellen wir fest, dass bei den Vorschlägen für den Verwaltungsrat kein FDP-Parteibuch mehr gefragt ist sondern ausschliesslich unternehmerische Kompetenzen bei der Selektion im Vordergrund standen. Unser oberstes Anliegen ist es, dass der Verwaltungsrat um kompetente und (führungs-)erfahrene Persönlichkeiten verstärkt wird, welche mithelfen die dringend nötigen Reformanstrengungen rasch und konsequent umzusetzen. Um eine abschliessende Meinung zu den vorgeschlagenen Kandidaten abgeben zu können, werden wir die von der Gesellschaft vorgeschlagenen VR-Kandidaten noch vor der Generalversammlung zu einem persönlichen Gespräch treffen können. Es ist aber auch möglich, dass wir einen zusätzlichen Kandidaten zur Wahl vorschlagen werden.

Die Auslegeordnung zum Thema Vinkulierung im Brief des Verwaltungsrates bringt uns Aktionäre nicht weiter. Die Freunde der NZZ zweifeln nicht an der Notwendigkeit einer vernünftigen Vinkulierung zum Schutze der Institution NZZ, doch sollten jedem Aktionär die Vermögensrechte (Dividende) zugestanden werden. Wir sind der Meinung, dass die Rechtsunsicherheit bezüglich der Dividendenauszahlung an nicht im Aktienregister eingetragene Aktionäre gelöst werden muss.

Wir meinen festzustellen, dass das Blatt "Neue Zürcher Zeitung" sich wieder vermehrt als unparteiische Wirtschafts- und Unternehmerzeitung positioniert, das Aktionariat hingegen weiterhin zu eng an den Freisinn gebunden wird. Ist dies heute noch sinnvoll? Wir sind auch hier der Meinung, dass hier dringend eine Lösung gefunden werden muss, die allen unternehmerisch denkenden Persönlichkeiten (ob mit oder ohne Parteibuch) erlaubt, Aktionär der NZZ zu werden. Die Gesellschaft sollte sich aktiv um die heutigen und zukünftigen Aktionäre der NZZ kümmern, um eine möglichst breite Streuung der 4'000 Aktien zu erreichen.

Mit den besten Grüssen
Ihre IG Freunde der NZZ

Newsletter vom 20. Februar 2010

Geschätzte Aktionäre und Freunde der NZZ, geschätzte Interessierte

Wir möchten Sie kurz über die aktuellen Geschehnisse rund um die NZZ und unsere Aktivitäten orientieren.

  1. Fragezeichen: Immobilienverkäufe und Basler Zeitung-Verhandlungen

Die Freunde der NZZ erhielten im vergangenen Oktober Kenntnis von Details der weit fortgeschrittenen Kaufverhandlungen der NZZ-Gruppe mit den Eigentümern der BAZ. Auch wenn eine Integration in die Freie Presse Holding durchaus Sinn machen könnte, wir uns aber in dieser Beurteilung nicht einmischen wollten, erschraken wir ob der genannten Konditionen. Es war die Rede von einem Kaufpreis von CHF 80 Millionen bei gleichzeitiger Übernahme von Schulden der BAZ-Gruppe in der Höhe von CHF 120 Millionen – sprich zusammen rund CHF 200 Millionen. Zum Vergleich: die ganze NZZ-Gruppe wird heute an der Börse ebenfalls mit rund 200 Millionen bewertet (und ist wohl sicher viel mehr Wert als die BAZ)! Seit Bekanntgabe des Verkaufs an eine Investorengruppe vor rund zwei Wochen wurde auch in den Medien (z.B. Weltwoche Nr. 6.10 / Seite 19) über das etwas eigenartige Verhandeln der NZZ mit den BAZ berichtet.

Gleichzeitig erreichte uns im Herbst die Nachricht aus Immobilienkreisen, dass die NZZ mehrere ihrer wertvollsten Liegenschaften in einer Art Auktionsverfahren unter Zeitdruck auf den Markt werfen wollte, darunter das Gründungshaus der NZZ (das Salomon Gessner-Haus), das „Conti“-Gebäude an der Dufourstrasse sowie Wohnhäuser an der vorderen Seefeldstrasse – insgesamt im Wert von rund CHF 80 Millionen Franken.

Wir haben dem Verwaltungsrat der NZZ bezüglich beider Vorgänge umgehend unsere Besorgnis kundgetan. Wir freuen uns den auch, dass beide Projekte inzwischen nicht mehr weiterverfolgt werden.

  1. Verwaltungsrat

Sie erinnern sich (Newsletter vom Juli und vom Oktober 2009), dass der Verwaltungsrat der NZZ uns ermuntert hat, Kandidaten für die Zuwahl vorzuschlagen. Bei der Suche möglicher Kandidaten haben wir uns auf Persönlichkeiten konzentriert, welche Erfahrung in der professionellen Bewirtschaftung von Immobilien (die NZZ besitzt Liegenschaften und Sachanlagen mit einem Brandversicherungswert von CHF 635 Mio!) oder Erfahrung in der Distribution und im Marketing von Konsumprodukten vorweisen. Wir stellen fest, dass diese Kenntnisse im heutigen Verwaltungsrat der NZZ nur ungenügend vorhanden sind. Gerade die unprofessionelle Aktion zur Veräusserung der wertvollen eigenen Liegenschaften (das Unverständnis in der ganzen Branche ausgelöst hat) hat dringenden Handlungsbedarf offen gelegt. Aber auch in der Zeitungs- und Anzeigen-Vermarktung sehen wir enorme Verbesserungsmöglichkeiten. Einerseits wird die NZZ-Zeitung unseres Erachtens zum heutigen Preis immer noch „verschenkt“ (Die Zeitung kostet weniger als der Kaffee dazu), anderseits gäbe es zahlreiche Möglichkeiten, die verschiedenen Publikationen zu Politik und Wirtschaft kombiniert zu vertreiben. Nicht vergessen werden darf, dass die NZZ-Gruppe zu einem beträchtlichen Teil von Werbeeinnahmen lebt, weshalb ein marketingerprobter VR in der Akquisition wie auch in der Betreuung bestehender strategischer Werbekunden viel bewegen könnte.

Unter dem Eindruck der beiden unter Punkt 1 erwähnten Geschehnisse haben wir dem Verwaltungsrat der NZZ im November 2009 zwei hochkarätige, unabhängige Persönlichkeiten mit grossem Wissen und Führungs- und Marketingerfahrung einerseits in der Immobilienbranche und anderseits in der Konsumgüterindustrie als Kandidaten zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen.

Es sind dies:

Alex Seidel (57), bis 2008 VR-Präsident und CEO von Unilever Schweiz (verantwortlich für 2'000 Mitarbeiter und CHF 850 Millionen Umsatz). Davor wirkte er als CEO von Bestfoods in Prag. Der an der HSG St. Gallen ausgebildete lic. oec. verfügt insgesamt über 30 Jahre Erfahrung im Konsumgütermarketing bei Unilever und Procter & Gamble und hat sämtliche Marketingschulungen erfolgreich durchlaufen, die für eine erfolgreiche Karriere bei diesen Multis unabdingbar sind.

Unternehmer Urs Ledermann, 54. Er ist seit über 30 Jahren erfolgreich in der Immobilien-Branche aktiv. Die von ihm 1983 gegründete Ledermann Immobilien AG betreibt Research und Analysen im Immobilienmarkt und plant und realisiert Immobilienprojekte. Das Unternehmen hat sich durch kreative und nachhaltige Um- und Neubauten einen Namen geschaffen und hält ein bedeutendes Portfolio von Mehrfamilien- und Geschäftshäusern im Raum Zürich. Darüber hinaus präsidiert Urs Ledermann unter anderem den Verwaltungsrat der Mobimo Holding AG, einer der führenden börsenkotierten Immobiliengesellschaften der Schweiz.

Wir mussten leider feststellen, dass die beiden Kandidaten vom Verwaltungsrat der NZZ weder kontaktiert noch für ein Gespräch eingeladen wurden. Es wurde uns schliesslich mitgeteilt, dass es der NZZ gelungen sei, eigene, gute Kandidatinnen bzw. Kandidaten für den VR zu gewinnen.

Wir sind gespannt, mehr über diese Persönlichkeiten zu erfahren. Ohne Kenntnis deren Namen bleiben wir vorerst überzeugt, dass unsere Kandidaten eine wertvolle Ergänzung für den Verwaltungsrat wären und behalten uns vor, diese direkt an der GV zur Wahl vorzuschlagen.

  1. Eintragungsbeschränkungen

Ein weiteres Thema sind die Eintragungsbeschränkungen. Wie Sie auf unserer Website www.freundedernzz.ch im Kapitel „über die NZZ-Aktie“ nachlesen können, werden Aktien, die von juristischen Personen gehalten werden, nur selektiv (ohne Stimmrecht) ins Aktienregister eingetragen. Diese Aktien sind somit nicht dividendenberechtigt und befinden sich damit streng juristisch gesehen nicht einmal im Besitz der Käuferschaft. (siehe dazu den Artikel zur Vinkulierung von Dr. Dieter Dubs und Charlotte Wieser, Bär & Karrer, in der „Finanz und Wirtschaft“ vom 11. Juli 2009). Wir hoffen, dass der Verwaltungsrat in naher Zukunft diese Rechtunsicherheit mit einer umsichtigen Lösung beseitigen wird.

  1. Sonstiges

Last but not least haben wir mit grossem Bedauern zur Kenntnis genommen, dass der langjährige Leiter der Wirtschaftsredaktion und seit 2008 auch Stv. Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung», Gerhard Schwarz, die Zeitung im 4. Quartal 2010 verlassen wird.  Herr Schwarz, seit 1981 für die NZZ tätig, hat der Wirtschafts- und Finanzberichterstattung der Zeitung über Jahre hinweg in verschiedenen Funktionen seinen Stempel aufgedrückt und hat gleichermassen für Fachkompetenz und eine klare liberale Werthaltung gebürgt. Er hat auch massgeblich die Neugestaltung des Wirtschafts- und Börsenteils der Zeitung geprägt. Als neuer Direktor von Avenir Suisse wünschen wir ihm natürlich alles Gute.

Mit den besten Grüssen
Ihre IG Freunde der NZZ

Newsletter vom 28. Oktober 2009

Geschätzte Freunde der NZZ und Interessierte

Seit unserem letzten Newsletter sind schon wieder drei Monate vergangen. Gerne informieren wir Sie kurz über den aktuellen Stand der Dinge. Vorerst möchten wir uns aber für die wertvollen Hinweise in und um das Haus NZZ bedanken, die uns regelmässig von Ihrer Seite her erreichen! Zudem haben zahlreiche weitere Aktionäre ihr Interesse an unseren Aktivitäten bekundet.

  • 1. Kandidaten für den Verwaltungsrat

    In den letzten Monaten haben wir intensiv nach passenden Kandidaten mit starkem unternehmerischen Background und hoher Fachkompetenz für den Verwaltungsrat der NZZ Gruppe gesucht. Wir haben erfreulicherweise zwei äusserst kompetente Persönlichkeiten in unserem Umfeld gefunden, die bereit sind, diese Verantwortung zu übernehmen. Es handelt sich dabei einerseits um einen äusserst erfolgreichen und erfahrenen Immobilien-Spezialisten, andererseits um eine starke Führungspersönlichkeit mit profunder Konsumgüter- bzw. Marketingerfahrung.

    Wir haben den VR-Präsidenten der NZZ Gruppe informiert, dass wir diese Kandidaten dem Verwaltungsrat so rasch als möglich vorstellen wollen. Zum Schutz dieser Persönlichkeiten und im Interesse eines möglichst unbelasteten Kontaktes mit dem NZZ-VR möchten wir die Namen dieser Unternehmerpersönlichkeiten zur Zeit noch nicht nennen.

  • 2. Website www.freunde-der-nzz.ch

    Wir haben die drei Hauptziele der „Freunde der NZZ“ auf die Seite „Diskussionsforum“ gestellt. Gerne publizieren wir dort ihre Meinungen und Feedbacks (mit Namen oder anonym) dazu. Schicken Sie Ihren Kommentar/Input an kontakt@freunde-der-nzz.ch

  • 3. Die „neue“ NZZ

    Last but not least möchten wir allen Verantwortlichen des NZZ-Teams, die an der Konzeption und Umsetzung der „neuen“ NZZ mitgewirkt haben, unsere Hochachtung ausdrücken. Da wurde wahrlich ein grosser Schritt nach vorne gemacht und viel mehr als nur das Layout überarbeitet! Die Erwartungen wurden auf jeden Fall übertroffen.


Newsletter vom 15. Juli 2009

Erweiterung Website / Fachartikel zur Vinkulierung

Liebe Freunde der NZZ,

Herzlichen Dank, dass Sie sich auf unserer Homepage registriert haben. Gerne informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen in Sachen NZZ:

  • 1. Im Anhang finden Sie einen äusserst lesenswerten Fachartikel aus der Finanz und Wirtschaft vom 11. Juli, verfasst von RA Dr. Dieter Dubs und RA Dr. Charlotte Wieser (beide Bär & Karrer, Zürich), zum Thema Vinkulierung und Aktienrecht bei kotierten und nicht-kotierten Aktien. Am Beispiel NZZ wird aufgezeigt, dass einige Punkte in den Statuten angesichts der geregelten, ausserbörslichen Handelbarkeit der NZZ-Aktie einer rechtlichen Überprüfung nicht standhalten würden. Dazu gehört insbesondere die Handhabung der (Nicht-)Dividendenzahlung an nicht eingetragene Aktionäre.

  • 2. Unsere Homepage www.freunde-der-nzz.ch wurde diese Woche mit weiteren Informationen zur „Aktie NZZ“ ergänzt. Wir freuen uns auf „Ihren Besuch“ und Feedback.

  • 3. Es haben inzwischen weitere, konstruktive Gespräche mit Vertretern der NZZ stattgefunden - wir werden Sie zu gegebener Zeit über die neusten Entwicklungen informieren.

Wir wünschen Ihnen schöne Sommertage und grüssen Sie freundlich!

Ihre Interessengemeinschaft Freunde der NZZ

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